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Geschichtliches zum "Bauer in der Au"

Das ehemalige Lehen des Klosters Tegernsee - 1346 erstmals urkundlich erwähnt - galt als einer der schönsten und stolzesten Einfirsthöfe des bayerischen Oberlands. Der längste war er auf jeden Fall: Mit 61 Metern Firstlänge, idealen Proportionen und feinen Zierformen hatten ihn die Baumeister von einst quasi in die Wiesen hineinkomponiert. Und dabei wohl sogar darauf geachtet, dass die Firstneigung mit der Gipfelsilhouette des dahinter aufragenden Ochsenkamp übereinstimmte - Kein Wunder, dass das einmalige Anwesen über Jahrzehnte hinweg zum Pflichtprogramm von Architekturstudenten gehörte.

Nach der Säkularisation ging der "Bauer" in den Besitz der Wittelsbacher über - König Max I. Joseph kaufte das Anwesen noch in seinem Todesjahr 1825. Im Jahr 1971 dann der Schicksalsschlag, der bis heute nicht nur Denkmalschützer trauern lässt: Am 1. September brannte der Hof nach einem Blitzeinschlag nieder. An seiner Stelle richtete Herzog Max in Bayern zuerst eine kleine Imbisstube ein und ließ 1974 die heutige Berggaststätte erbauen. Seit 1988 ist der "Bauer in der Au" in Privatbesitz und eines der beliebtesten Ausflugslokale von Einheimischen, Tagesgästen und Urlaubern.
Foto: Hans Halmbacher: Das Tegernseer Tal in historischen Bildern, Band II